Selbstverteidigung für Kinder

Selbstverteidigung wird immer wichtiger

In den Schulpausen oder auf dem Schulweg. Mobbing und Rangeleien werden immer häufiger. Mädchen und Jungs sollten sich daher vor Gleichaltrigen, sowie auch vor Älteren behaupten können. Nicht jedes Kind kann das einfach so. Schon hier kann Kampfkunst helfen.

Durch die vielfältigen Übungen im Unterricht haben Kinder nicht nur Spaß. Sie lernen auch, wie sie mit verschiedensten Situationen umgehen können. Kinder üben auch gezielt, dass sie nein sagen dürfen und sollen, auch gegenüber Älteren. Ganz nebenbei steigert sich das Selbstbewusstsein der Kinder.

Prävention

Selbstverteidigung beginnt damit, brenzliche Situationen zu erkennen. Dazu müssen auch Kinder ihr Umfeld im Blick haben. Nur so können sie potenzielle Angreifer rechtzeitig bemerken. Hierbei geht es nicht darum jeden skeptisch zu beäugen, sondern Kinder für ungewöhnliche Situationen zu sensibilisieren.

Durch einfache Tipps können Sie Ihren Schützlingen das Thema Prävention greifbarer machen:

  • Erklären Sie Ihrem Kind, dass nicht alle Menschen gute Absichten haben.
  • Sprechen Sie gemeinsam über Situationen, in denen auch bei Kindern die Alarmglocken schrillen sollten.
  • Warnhinweise für Kinder sind beispielsweise das Locken mit Süßigkeiten, Haustieren oder Spielzeug.

Selbstbewusstsein und Selbstbehauptung

Ein gesundes Selbstbewusstsein ist in vielen Situationen im Leben erfolgsentscheidend. Z.B. bei Vorträgen vor der Klasse oder später bei Bewerbungsgesprächen. Im Kampfkunstunterricht lernen sie ihre Bedürfnisse und Wünsche zu äußern. Gegenüber Gleichaltrigen ist dies einfacher als gegenüber Älteren oder sogar Erwachsenen. Wichtig ist, dass Kinder ihre Grenzen selbst festlegen. Jedes Kind ist anders und muss individuell sensibilisiert werden.

Tipps für Kids:

  • Mach nicht alles mit, nur weil andere das wollen oder auch so machen.
  • Entscheide selbst, was du möchtest und was nicht.
  • Hast du dich gegen etwas entschieden, sage deutlich nein.

Deeskalation

Bevor eine Situation eskaliert, sollte genau das verhindert werden. Deeskalation ist das Stichwort. Methoden dazu werden auch im Kampfkunstunterricht erlernt. Denn jeder verhinderter Kampf ist ein gewonnener Kampf. Kinder müssen dazu die Gefühle anderer verstehen und welche Auswirkungen eigene Aktionen auf andere hat.

Folgend haben wir einige Deeskalationstipps:

  • Bleibe immer freundlich.
  • Verletze die Gefühle anderer nicht.
  • Versuche durch deine Mimik und Gestik Ruhe zu signalisieren.
  • Versuche körperliche Konflikte zu vermeiden.
  • Gewalt ist keine Lösung. Kampfkunstelemente sind ausschließlich zum Selbstschutz anzuwenden.

Selbstverteidigung

Wenn die ersten beiden Schritte nicht geholfen haben, kommt die Selbstverteidigung zum Tragen. Dabei geht es um die eigene Sicherheit und Gesundheit. Komplizierte Techniken sind im Ernstfall zu schwierig. Die Basics sind deshalb das Wichtigste.

Hier wieder wichtige Tipps:

  • Versuche die Aufmerksamkeit von Leuten um dich herum auf die Situation zu lenken.
  • Sprich den Angreifer mit „Sie“ an. So merken die anderen Menschen, dass er fremd für dich ist. „Lassen Sie mich in Ruhe“ wirkt distanzierter als „Lass mich in Ruhe“.
  • Rufe laut um Hilfe oder Feuer.
  • Sprich gezielt Leute an. „Sie mit der roten Jacke. Ich brauche Hilfe. Rufen Sie die Polizei.“