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Elternbrief – Balance

Liebe Eltern,

alle von uns kennen es: Zu viel Stress, zu wenig Zeit. Unsere Work-Life-Balance ist nicht ausgewogen. Auch Ihre Kinder kennen das mitunter schon. Weil es ein so elementares Thema ist, werden wir uns diesen Monat intensiv mit der Balance auseinandersetzen. Zweierlei ist dabei wichtig: Zum einen das theoretische Konstrukt „Ausgeglichen sein“ und zum anderen der Gleichgewichtssinn.

Warum Schulkinder aus der Balance geraten

Unangekündigter Mathe-Test, Klassenarbeit in Englisch, mündliche Leistungskontrolle in Geographie, Vortrag halten in Biologie, in der Pause dazwischen noch mit dem besten Freund gestritten, nach der Schule direkt zum Gitarren-Unterricht und endlich zuhause warten noch die Hausaufgaben – nicht immer kommt das alles auf einmal, aber dennoch bedeutet es das genaue Gegenteil von Balance, nämlich Stress! Hinzu kommt oft noch der Noten- oder Leistungsdruck.

Eltern können dieses Phänomen bei Ihren Kindern durch verschiedene Symptome bemerken: unter anderem Nervosität, Unkonzentriertheit, häufiges Bauch- und Kopfweh, Müdigkeit oder permanent gereiztes Verhalten. Ist die Balance der Kinder nicht mehr intakt, fehlt der Antrieb und sie können ihre sonstigen Leistungen nicht zeigen und auch ihre Persönlichkeit nicht optimal entfalten.

Zeigen Sie Verständnis

Für Kinder ist es eine Wohltat zu hören, dass die Eltern ihr Problem verstehen und es ernst nehmen. Bereits dieses Wissen weckt vertrauen und ein Stück Gelassenheit bei den Kleinsten. Außerdem hilft es darüber zu reden, was einen bedrückt, denn nichts ist schlimmer als negativen Stress zu unterdrücken.

Förderung der Kleinsten ist wichtig, aber Achtung vor Überforderung. Gönnen Sie Ihrem Kind auch Freiraum und, soweit möglich, Arbeit im eigenen Tempo. Zusätzlich dazu, sollte Ihr Kind wissen, dass nicht jeder Stress negativ ist. Pflichten zu übernehmen ist wichtig im Leben, Schwächen zu zeigen ist nichts Schlimmes und sich helfen zu lassen beweist Stärke.

Rituale können helfen die Balance wieder zu erlangen. Zusammen Qualitätszeit zu verbringen schafft privat einen Ausgleich. Gemeint ist nicht einmal wöchentlich der Besuch im Freizeitpark, sondern vielleicht regelmäßig entspannt zusammen kochen. Beim anschließenden Familienessen ist die Atmosphäre auch genau die Richtige, um Probleme anzusprechen, wenn es mal welche geben sollte.

Ruhepausen gönnen

Pausen im hektischen Alltag sind Gold wert. Einfach ein bisschen Zeit für sich, ohne Hausaufgaben oder Pflichten. Das wünscht sich jeder! Ermöglichen Sie Ihrem Kind zwischendurch kleine Auszeiten!

Ausgleich durch Kampfkunst

Balance stellt sich ein, wenn es ein Gegengewicht zum Alltag gibt. Den Kopf frei kriegen, sich mal so richtig auspowern, eine Stunde lang dem Alltag entkommen – Sport ist dafür genau das Richtige. Allein die Andersartigkeit der Bewegungen schafft eine willkommene Abwechslung zum vielen Sitzen in der Schule und am Schreibtisch.

Des Weiteren geht es beim Kampfsport auch darum, den eigenen Körper besser zu beherrschen und seinen Signalen zu folgen. Mit sich selbst im Reinen und im Einklang mit seinem Körper zu sein wird in jeder Trainingseinheit gefördert.

All dies kann helfen, auf dem Weg zu mehr Balance…