Thema des Monats – Fokus

Thema des Monats – Fokus

Liebe Eltern,

unser Kampfkunstunterricht fördert neben gesellschaftlich wichtigen Eigenschaften wie Geduld und Respekt auch die für den kommenden Monat behandelte Fähigkeit: Fokus! In den kommenden vier Wochen beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir uns besser fokussieren können. Nicht nur im Unterricht spielt dies eine wichtige Rolle. Auch im Alltag wollen wir unsere selbst gesteckten Ziele nicht aus den Augen verlieren. Viele kennen die Bedeutung des Wortes „fokussieren“ vielleicht als Hilfestellung beim Fotografieren. Dabei fokussieren wir bestimmte Bildobjekte, stellen sie also scharf. Nichts anderes soll auch mit unseren Gedanken passieren. Auch sie sollen „scharfgestellt“ werden, sich also auf gewisse Dinge konzentrieren können und nur diesen die volle Aufmerksamkeit zukommen lassen.

1. Prioritäten setzen

Zur Schulung der Aufmerksamkeit ist der wohl naheliegendste Punkt, Eurem Kind deutlich vor Augen zu führen, worauf es sich gerade konzentrieren soll. Beispielsweise wirken mehrere Hausaufgaben in verschiedenen Fächern für Euer Kind vielleicht erst einmal wie ein unerklimmbarer Berg. Versucht hier das Arbeitspensum realistisch einzuschätzen und die Aufgaben eventuell aufzuteilen. Lenkt den Fokus auf die wichtigsten Aufgaben, die am darauffolgenden Schultag fertig sein müssen. Die anderen können dann am nächsten Tag erledigt werden. So setzt ihr zielführend Prioritäten und sowohl die Konzentration als auch die Motivation Eures Kindes werden gesteigert. Falls alle Arbeiten an einem Tag erledigt sein müssen, so helfen sinnvoll eingelegte Pausen, die wir im nächsten Abschnitt erklären.

2. Gezielte Pausen sind wichtig, um den Fokus zu behalten

Unser Gehirn verarbeitet pro Sekunde circa 400.000 Sinnesreize. Da liegt es nahe, dass unsere Konzentrationsfähigkeit mit voranschreitender Zeit abnimmt. Deshalb sind sinnvoll eingesetzte Pausen von großer Wichtigkeit. So können wir auch über eine längere Zeit hinweg fokussiert bleiben. Durch eine einfache Faustregel können wir die Konzentrationsspanne unserer Kinder besser einschätzen. Zur Berechnung wird das Alter mit dem Faktor 2 multipliziert. Das bedeutet also, dass sich ein achtjähriges Kind 16 Minuten am Stück konzentrieren kann. Ein fünfzehnjähriger Teenager hingegen besitzt bereits eine halbstündige Konzentrationsspanne. Die gute Nachricht ist also: Mit voranschreitendem Alter wird die Fähigkeit, sich fokussieren zu können, gesteigert. Durch gewisse Aufmerksamkeitsübungen, die wir regelmäßig in unserem Kampfkunstunterricht vermitteln, kann die Konzentrationsfähigkeit gesteigert werden.

3. Störquellen vermeiden

Oder in anderen Worten: Bloß kein Multitasking!
Wer kennt es nicht; wir haben uns für den Tag zahlreiche Aufgaben vorgenommen und versucht nun, sie möglichst gleichzeitig zu erledigen. Das führt zu zwei Resultaten: 1. Die Aufgaben werden nicht hundertprozentig erledigt und hätten eventuell besser gemacht werden können. 2. Der Stressfaktor steigt und es tritt eine Angespanntheit ein. Seit Eurem Kind hier ein gutes Vorbild. Plant Euren Tag so, dass für jede eventuelle Aufgabe genügend Zeit und damit Raum für die Fokussierung vorhanden ist. Ein weiterer Tipp: Das Smartphone ist wohl die größte Störquelle. Dementsprechend sollte es, wenn es an eine Konzentrationsphase geht, möglichst nicht in greifbarer Nähe liegen.

4. Regelmäßige Teilnahme am Unterricht

Im Kampfkunstunterricht werden immer wieder aufs Neue Konzentrations- und Achtsamkeitsübungen vermittelt, die Eurer Kind dann auch im Alltag anwenden kann. Eine regelmäßige Teilnahme Eures Kindes am Unterricht ist demnach ebenfalls wichtig, um gezielt am Fokus zu arbeiten. Falls ihr diesbezüglich noch Fragen haben, sprecht uns darauf an. Wir geben Euch gerne weitere Tipps!