Thema des Monats – Selbstbeherrschung

Thema des Monats – Selbstbeherrschung

Liebe Eltern,

Selbstbeherrschung ist das Thema unserer Mattengespräche in diesem Monat. Sie wird definiert als Fähigkeit, seinen eigenen Körper und seine Gefühle selbstständig und durch den eigenen Willen zu steuern.

Ohne Selbstbeherrschung geht es nicht

Stellen wir uns einmal vor, der Mensch könnte keine Selbstbeherrschung ausüben. Er würde seinen Affekten und Gefühlen dann ungezügelt freien Lauf lassen. In anderen Worten: Er würde machen, was er will. Selbstbeherrschung ist demnach im täglichen Leben unabdinglich und es ist besonders wichtig, diese grundlegende Fähigkeit zu trainieren. Denn in unserer Gesellschaft werden wir ständig auf die Probe gestellt, unsere Selbstbeherrschung zu beweisen – sei es der verlockende Donut beim Bäcker oder die Disziplin, regelmäßig zum Sport zu gehen.

Willensstärke nicht vernachlässigen

Zusätzlich zur Selbstbeherrschung ist daher auch die Willensstärke wichtig. Häufig kostet es genau diese, um gewisse unangenehme Dinge weiterhin diszipliniert zu tun oder wieder andere reizvolle Dinge zu unterlassen.

Sich stetig verbessern

„Ich messe den Erfolg nicht an meinen Siegen, sondern daran, ob ich jedes Jahr besser werde.“ Wie der berühmte Golfer Tiger Woods bereits erkannte, besteht Erfolg aus einem stetigen Besser werden und genau dieses Wissen versuchen wir Ihren Kindern in den kommenden Wochen zu vermitteln. Durch Selbstbeherrschung und Willensstärke an sein Ziel zu gelangen wird seit jeher in den Kampfkünsten gelehrt.

Kinder sind Stimmungsmenschen

Jeder lernt von Geburt an seine Gefühle bis zu einem gewissen Grad zu kontrollieren. Allerdings sind Kinder noch wesentlich anfälliger für Stimmungsschwankungen als Erwachsene. In einem Moment sind sie noch ruhig und im anderen Moment sind sie kaum noch zu bändigen. Dies kommt durch die verschiedenen Erregungsmuster im oberen und unteren Hirnstamm. Sie sorgen für ein kleines Chaos in den Köpfen der Kinder, welches sich in Stimmungsschwankungen äußert. Hier ist es als Elternteil notwendig, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Haben Sie Verständnis für die kleinen Schwankungen, achten Sie aber auch darauf, dass sie nicht zur Gewohnheit werden.

Erfahrungswerte prägen die Selbstbeherrschung

Durch Erfahrung lernen Kinder, ihre Impulse und Gefühle zu beherrschen. Sie lernen Erfahrung mit Gefühlen zu verknüpfen und entsprechend darauf zu reagieren. Zu dem Erlernen der Selbstbeherrschung gehören positive und negative Erfahrungen gleichermaßen. Wichtig hierfür ist, dass auch die Eltern eine gute Selbstregulation haben und ihr Verhalten jederzeit transparent darlegen können.