Wie Dein Kind ein guter Mensch wird

Wie Dein Kind ein guter Mensch wird

Die eigenen Werte vermitteln und dem Kind eine gesunde moralische Einstellung bei bringen. Dies sind Ziele, die die meisten Eltern verfolgen. Doch oft genügt es nicht, ein Buch darüber zu lesen. Hier sind 10 praxisorientierte Tipps:

TIPP 1: Benimm dich selbst wie dein Kind sich benehmen soll

Als erste Grundlage dienen wir Eltern mit unserem Handeln als Fundament für den Charakter unseres Kindes. Es wird sich an uns und dem, was wir tun, orientieren. Wir sollten also immer so handeln, wie wir auch möchten, dass sich unsere Kinder benehmen.

TIPP 2: Sei konsequent in deinem Handeln. Unterscheide deutlich zwischen richtig und falsch

Bringe deinem Kind deutlich den Unterschied zwischen richtig und falsch bei. Dein Kind muss erstmal den Standard kennenlernen. Später könnt ihr eurem Kind Ausnahmen näherbringen, denn die Welt ist nie nur schwarz / weiß.

TIPP 3: Loben und positive Verstärkung

Wenn euer Kind von sich aus etwas tut, dass, ihr gutheißt, dann lobt es. Durch positive Verstärkung, also dem Hervorheben von guten Eigenschaften, lernen Menschen wesentlich mehr, als wenn sie auf ihre Fehler hingewiesen werden oder gar bestraft werden. So verknüpft euer Kind dieses gute Gefühl und wird eine gelobte Handlung viel eher in sein normales Verhalten aufnehmen.

TIPP 4: Regeln brauchen Erklärungen

Wenn ihr eurem Kind moralische Regeln beibringt, sind zwei Punkte zu beachten. Erstens formuliert möglichst positiv. Zweitens gebt immer eine Erklärung zur Regel.

Zum Beispiel: „Du sollst nicht lügen.“ Das Wort „nicht“ wird von uns Menschen häufig einfach gefiltert. Besser ist die Formulierung: „Du sollst die Wahrheit sagen.“ Damit wird das Ziel der Regel in den Fokus gerückt (Wahrheit). Noch besser ist es: „Du sollst die Wahrheit sagen, damit die Menschen dir vertrauen.“ Hier bekommt das Kind eine Erklärung und einen Nutzen für die Regel.

TIPP 5: Gefühle sind wichtig

Um gute Entscheidungen treffen zu können, ist es notwendig, die Gefühle unserer Mitmenschen zu erkennen und zu deuten. Fragt euer Kind in geeigneten Situationen, wie es sich selbst fühlt oder was es denkt, wie sich jemand anders fühlt. Trainiert Empathie mit eurem Kind, denn wenn es für jemand anderen Mitgefühl empfindet, wird es ihm eher nichts Böses tun.

TIPP 6: Höflichkeit und Freundlichkeit

Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Oft sind Menschen uns gegenüber offener und erwidern Freundlichkeit, wenn wir diese Ihnen auch entgegenbringen. Ein freundlicher Umgang mit unserer Umwelt wird unseren Kindern viele Türen öffnen. Daher ist es wichtig deinem Kind zu zeigen, wie es freundlich ist und was man damit erreichen kann.

TIPP 7: Akzeptiere kein schlechtes Verhalten

Wenn du Verhalten beobachtest, dass nicht in Ordnung ist oder sogar ein Rechtsverstoß darstellt, solltest du darauf reagieren. Dein Kind muss auch lernen, was nicht in Ordnung ist, um zwischen Gut und Böse unterscheiden zu können.

TIPP 8: Erkläre die Konsequenzen von Entscheidungen und hebe gute hervor

Kindern zu erklären, warum wir etwas tun, ist ein Teil guter Erziehung. Ein anderer Teil ist es ihnen beizubringen, dass Handlungen Konsequenzen nach sich ziehen. An diesem Punkt haben wir als Eltern die Gelegenheit unseren Kindern zu zeigen, wie sich gutes Verhalten auf unsere Mitmenschen auswirkt. „Du hast zwei Bonbons. Magst du vielleicht deiner Freundin eins abgeben? Darüber würde Sie sich sicher freuen.“

TIPP 9: Fairness

Beim Spielen klassischer Gesellschaftsspiele können wir unseren Kindern ganz einfach beibringen, was Fairness bedeutet. Spiele wie „Uno“ oder „Mensch ärgere Dich nicht“ eigenen sich hierfür gut.  Gerechtigkeit ist in vielen Situationen eine gute Grundlage für gute Entscheidungen.

TIPP 10: Hebe moralisch großartiges Verhalten hervor

Wenn du die Gelegenheit hast, mit deinem Kind Verhalten zu beobachten, dass du selbst gutheißt, dann deute darauf. In Filmen zum Beispiel wird oft bestimmtes Verhalten überspitzt dargestellt. Dies eignet sich, um auch unseren Kindern zu zeigen, was gut und was Böse ist. Hier gilt: Übertreibung macht deutlich.

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